Das Westernreiten simuliert Vorgänge in der Arbeit von Cowboys, die diese häufig mit dem Pferd bewerkstelligen. Es gibt innerhalb des Westernreitens an die zwanzig Disziplinen, weswegen im Folgenden nur die populärsten vorgestellt werden sollen.
Reining
Das Reining ist besonders in Europa äußerst beliebt und kommt dem Dressurreiten sehr nahe. Bei dieser Disziplin muss ein vorgeschriebenes “Pattern”, also eine Art Kür, idealerweise perfekt nachgeritten werden. Dazu sind schnelle Tempowechsel und Drehungen sowie rutschende Stopps anwendbar. Das Pferd wir zudem mit speziellen Hufeisen, den “Sliding Horseshoes”, beschlagen. Eine Erweiterung des Reinings ist das, vor allem in den U.S.A beliebte, Freestyle Reining, bei dem es kein vorgeschriebenes Pattern gibt. Die Wettbewerbe werden dadurch unvorhersehbarer und spannender.
Cutting
Als Cutting wird eine Disziplin des Westernreitens bezeichnet, bei der der Reiter ein Rind aus einer kleinen Herde isolieren muss, um es dann für Zweieinhalb Minuten davon abzuhalten, sich wieder seiner Herde anzuschließen, wie es der instinktive Herdentrieb eigentlich vorgibt. Die Bezeichnung “Cutting” rührt dabei von dem sinnbildlichen herausschneiden des Tieres aus der Herde. Jeder Reiter darf zudem ein Team aus Helfern zusammenstellen, das aus zwei “Cornermen” und zwei “Turnbackmen” besteht und normalerweise aus dem Teilnehmerfeld stammt. Allein von den Preisgeldern ausgehend, ist das Cutting nach Tennis und Golf, die Sportart mit den dritthöchsten Preisgeldern der Welt, was die ungemeine Popularität, gerade in den U.S.A, eindrucksvoll verdeutlicht.
Barrel Race
Eine zwar nicht annähernd so gut bezahlte aber dafür umso kuriosere Disziplin ist das Barrel Race. Bei dieser muss ein Dreieck aus Ölfässern in einem bestimmten Kurs und in möglichst kurzer Zeit umrundet werden.

